Wissenschaftliche Fakten zu 3 Mineralien — gemäß EU-Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Faktencheck lesenDie Zellteilung ist ein grundlegender biologischer Vorgang, bei dem aus einer Mutterzelle zwei oder mehr Tochterzellen hervorgehen. Dieser Prozess ermöglicht Wachstum, Gewebeerneuerung und die Reparatur geschädigter Strukturen im gesamten Organismus. Ohne funktionierende Zellteilung wäre die Aufrechterhaltung des Lebens nicht denkbar.
Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Formen: die Mitose, bei der zwei genetisch identische Tochterzellen entstehen, und die Meiose, die zur Bildung von Keimzellen mit halbiertem Chromosomensatz führt. Beide Formen erfordern eine präzise Verdopplung des genetischen Materials sowie die geordnete Verteilung der Zellbestandteile auf die Tochterzellen.
Bestimmte Mineralien leisten gemäß EU-Verordnung einen dokumentierten Beitrag zu diesem Vorgang. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die wissenschaftliche Grundlage bewertet, auf deren Basis die EU-Kommission zugelassene gesundheitsbezogene Angaben für Zink, Eisen und Magnesium im Zusammenhang mit der Zellteilung veröffentlicht hat.
Zink, Eisen und Magnesium verfügen jeweils über eine von der EU zugelassene gesundheitsbezogene Angabe zur normalen Zellteilung.
Als Spurenelement ist Zink Bestandteil von mehr als 300 Enzymen im menschlichen Organismus. Bei der Zellteilung wirkt Zink als Kofaktor von Enzymen, die an der DNA-Replikation und der Genexpression mitwirken. Zinkfinger-Proteine binden an die DNA und modulieren das Ablesen genetischer Informationen, was eine Voraussetzung für die geordnete Zellteilung darstellt.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Eisen ist ein Mineral, das im Körper sowohl am Sauerstofftransport als auch an zahlreichen enzymatischen Prozessen beteiligt ist. Im Zusammenhang mit der Zellteilung dient Eisen als Kofaktor der Ribonukleotidreduktase, eines Enzyms, das für die Synthese von Desoxyribonukleotiden — den Bausteinen der DNA — benötigt wird.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Magnesium ist an über 600 enzymatischen Reaktionen beteiligt und gehört zu den am häufigsten als Kofaktor benötigten Mineralien. Bei der Zellteilung stabilisiert Magnesium die DNA-Doppelhelix und die Struktur der Chromosomen. Darüber hinaus wird es für die Aktivierung von ATP benötigt, das als Energiequelle für den Teilungsprozess dient.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Die Zellteilung ist kein isoliertes Phänomen einzelner Gewebearten, sondern ein Vorgang, der den gesamten Körper durchzieht. Schätzungen zufolge erneuert der erwachsene menschliche Organismus täglich zwischen 50 und 70 Milliarden Zellen. Dieser fortlaufende Prozess betrifft unter anderem:
Damit dieser Prozess geordnet abläuft, benötigt der Körper eine ausreichende Versorgung mit bestimmten Nährstoffen, darunter auch die Mineralien Zink, Eisen und Magnesium, die gemäß EU-Verordnung jeweils über eine zugelassene Angabe zur Zellteilung verfügen.
Jede Zellteilung folgt einem geordneten Ablauf, dem sogenannten Zellzyklus. Dieser lässt sich in mehrere Phasen gliedern: die G1-Phase (Wachstum), die S-Phase (DNA-Replikation), die G2-Phase (Vorbereitung der Teilung) und die M-Phase (eigentliche Mitose). In jeder dieser Phasen sind spezifische Enzyme und Kofaktoren aktiv, die eine korrekte Weitergabe des genetischen Materials gewährleisten.
Während der S-Phase wird das gesamte Genom verdoppelt — ein Vorgang, der die Verfügbarkeit von Desoxyribonukleotiden und funktionstüchtigen Polymerasen voraussetzt. In der M-Phase müssen die Chromosomen präzise getrennt und auf die Tochterzellen verteilt werden. Beide Prozesse benötigen mineralische Kofaktoren für ihre enzymatischen Abläufe.
Zink ist ein zweiwertiges Kation, das der Körper nicht selbst synthetisieren kann. Es muss über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Der tägliche Referenzwert liegt gemäß EU bei 10 mg. Im Zusammenhang mit der Zellteilung sei die zugelassene Angabe hervorgehoben:
„Zink hat eine Funktion bei der Zellteilung“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Zinkfinger-Proteine, eine umfangreiche Familie von Transkriptionsfaktoren, benötigen Zink-Ionen für ihre dreidimensionale Faltung. Ohne diese Ionen können sie nicht an die DNA binden und die für die Zellteilung erforderliche Genexpression nicht modulieren. Darüber hinaus ist Zink Bestandteil der DNA-Polymerase, die die Verdopplung des Erbmaterials katalysiert.
Eisen ist als Bestandteil des Hämoglobins für den Sauerstofftransport bekannt, erfüllt jedoch auch andere biochemische Aufgaben. Der EU-Referenzwert für die tägliche Eisenzufuhr beträgt 14 mg. Im Kontext der Zellteilung gilt:
„Eisen hat eine Funktion bei der Zellteilung“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Die Ribonukleotidreduktase, ein eisenhältiges Enzym, wandelt Ribonukleotide in Desoxyribonukleotide um. Dieser Schritt ist die Voraussetzung für die DNA-Synthese und damit für jede Zellteilung. Ohne ausreichend Eisen kann dieses Enzym seine Funktion nicht ausüben.
Magnesium ist das vierthäufigste Mineral im menschlichen Körper, wobei etwa 60 % in den Knochen gespeichert sind. Der tägliche Referenzwert liegt gemäß EU bei 375 mg. Für die Zellteilung ist festzuhalten:
„Magnesium hat eine Funktion bei der Zellteilung“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Magnesium-Ionen stabilisieren die Doppelhelixstruktur der DNA, indem sie die negativen Ladungen der Phosphatgruppen abschirmen. Darüber hinaus liegt ATP im Körper überwiegend als Mg-ATP-Komplex vor. Da die Zellteilung ein energieintensiver Prozess ist, wird Magnesium für die Bereitstellung der erforderlichen Energie benötigt.
Umfassende Informationssammlung zu Zink, Eisen, Magnesium und Zellteilung — basierend auf EU-zugelassenen Angaben.
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